Startschuss für zweite Befragung des Coronaprojekts

Freitag, 24. Juni 2022

In den nächsten Tagen startet die zweite Befragung des Projekts Leben in Zeiten der Pandemie, welches das FZDW im vergangenen Jahr als Anschlussprojekt an die Studie Gesundheitsverhalten und Unfallgeschehen im Schulalter (GUS) aus der Taufe gehoben hat. Das Projekt ermöglicht es, den Verlauf zentraler Indikatoren des subjektiven Wohlbefindes seit dem Jahr 2015 nachzuzeichnen. Dort starteten die ersten Befragungen im Rahmen des GUS-Projekts mit Schüler*innen im Alter von 11 bis 12 Jahren. Mittlerweile sind aus den Kindern junge Erwachsene im Alter von 18 bis 19 Jahren geworden, die sich seit mehr als zwei Jahren mit den Begleiterscheinungen einer Pandemie konfrontiert sehen. Nach der Befragung in diesem Sommer ist eine Abschlussbefragung für den März 2023 geplant. Eine Auswahl von Ergebnissen der ersten Befragung wird in Kürze bereitgestellt.

Das Wohlbefinden von Kindern im Fokus

Donnerstag, 2. Juni 2022

Bei der 8. Konferenz der International Society for Child Indicators (ISCI) stand das Wohlbefinden (wellbeing) von Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt. Dies galt auch für die beiden Vorträge von Andreas Klocke (im Bild) und Sven Stadtmüller, die mit Growing Disparities in Youth Development: The Effect of Family Affluence on Health and Well-Being und Social Capital as a Protective Resource during the Covid-19-Pandemic? betitelt waren.

Andreas Klocke konnte anhand der GUS-Daten zeigen, dass der Einfluss des familiären Wohlstands auf Gesundheit und wellbeing im Zuge des Aufwachsens der Kinder und Jugendlichen signifikant zunimmt. Sven Stadtmüller zog Daten der GUS- und der Covid-19-Anschlussstudie heran und demonstrierte, dass Jugendliche unabhängig von ihrer Ausstattung mit sozialem Kapital, ihres familiären Wohlstands und ihres Geschlechts in nahezu identischer Weise unter den Bedingungen der Pandemie zu leiden hatten.

Die Konferenz fand in der Kleinstadt Gramado im herbstlichen Süden Brasiliens statt.

Startschuss für den Zensus 2022

Montag, 16. Mai 2022

Am gestrigen Sonntag war Startschuss des Zensus 2022, der vom Statistischen Bundesamt und den Statistischen Landesämtern durchgeführten Volkszählung. Mehr als 10 Millionen Menschen sollen für den Zensus befragt werden, hierfür sind mehr als 100.000 Erhebungsbeauftragte unterwegs. Das primäre Ziel des Zensus ist es, die Bevölkerungszahl in Kommunen, Landkreisen und Bundesländern zu ermitteln. Zudem sollen weitere Strukturdaten erhoben werden, die der Politik als Planungs- und Entscheidungsgrundlage dienen. Alle Angaben, die von den Befragten zu machen sind, beziehen sich auf den 15. Mai 2022, dem sogenannten Stichtag der Volkszählung. Im Unterschied zu den meisten anderen Befragungen ist die Teilnahme am Zensus verpflichtend. Dies ist im Zensusgesetz vom 3. Dezember 2019 festgelegt. Zugleich ist Deutschland per EU-Verordnung zur Durchführung des Zensus verpflichtet. Einen guten Überblick über die Hintergründe zum Zensus 2022 finden Sie hier.

Ist die Landflucht Geschichte?

Montag, 25. April 2022

Die Dokumentationsreihe plan b des ZDF hat sich in der jüngsten Ausgabe der demografischen Entwicklung in Städten und auf dem Land gewidmet. Die Bilanz: Durch Digitalisierung, neue Arbeitsformen und einer zunehmend besseren Verkehrsanbindung könnte eine neue „Landlust“ entstehen und den Trend zur Landflucht ablösen. Ein Interview mit der Geografin Susanne Dähner vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung sowie die gesamte Sendung finden Sie hier.

Online First-Beitrag zu Alternativen zur Registerstichprobe erschienen

Montag, 11. April 2022

Gibt es Alternativen zur mühsamen und kostspieligen Ziehung einer bundesweiten Zufallsstichprobe über die Einwohnermeldeämter? Mit dieser Fragestellung und der Prüfung einer konkreten, möglichen Alternative haben sich Sven Stadtmüller und seine Kollegen vom GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften im Rahmen ihres Beitrags Evaluating an Alternative Frame for Address-Based Sampling in Germany: The Address Database From Deutsche Post Direkt beschäftigt. Der Beitrag ist in der Zeitschrift mda – methods, data, analyses als Online First-Beitrag erschienen und kann hier kostenfrei heruntergeladen werden.