Lehrerinnen und Lehrer
Sehr geehrte Damen und Herren,
mit dem Projekt „Gesundheitsverhalten und Unfallgeschehen im Schulalter“ (GUS) möchten wir die Ursachen von Unfällen in der Schule, auf dem Schulweg oder bei Schulveranstaltungen untersuchen und damit wichtige Erkenntnisse für die Vermeidung von Schulunfällen erarbeiten. Die Studie wird von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung gefördert.
Wer wird befragt?
Im Schuljahr 2014/15 haben wir an den ausgewählten Schulen alle Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe befragt. In den Schuljahren 2015/16, 2016/17 und 2017/18 haben wir dieselben Kinder erneut befragt. Nun, im Schuljahr 2018/19, möchten wir unsere Studie gerne fortführen, indem wir die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe befragen. Kinder, die bislang noch gar nicht oder nicht regelmäßig teilgenommen haben (z. B. weil sie neu in der Klasse sind oder im vergangenen Schuljahr am Befragungstag krank waren oder nicht teilnehmen durften), können problemlos neu in die Studie einsteigen.
Wie wurde die Schule ausgewählt?
Aus allen weiterführenden, allgemeinbildenden Regelschulen in Deutschland haben wir im Jahr 2014 per Zufall Schulen ausgewählt, an denen die gesamte 5. Jahrgangsstufe befragt werden sollte. Diese Jahrgangsstufe möchten wir nun bis zur maximal 10. Schulklasse einmal jährlich befragen.
Was möchten wir wissen?
Vorrangig geht es um Unfälle und Verletzungen Ihrer Kinder in der Schule. Aber auch das individuelle Gesundheitsverhalten, das Alltagsleben und Freizeitvorlieben werden erhoben. Schließlich sollen auch Merkmale der Schule und der Klasse in die Analysen einfließen. Hierzu zählen bspw. das wahrgenommene Klassenklima und der bauliche Zustand der Schule. Eine gedruckte Version des Fragebogens können Sie im Sekretariat Ihrer Schule einsehen.
Wie läuft die Befragung ab?
Die Befragung wird im Klassenverband durchgeführt und von uns in Kooperation mit einer (oder mehreren) Kontaktperson(en) an Ihrer Schule organisiert. Mit dieser sprechen wir auch die Befragungstermine für die einzelnen Schulklassen ab. Zu den vereinbarten Terminen wird eine von uns beauftragte und geschulte Person die Klasse besuchen. Die Befragung der Schülerinnen und Schüler erfolgt computergestützt mit Tablet-PCs, die von uns gestellt werden und auf denen die Fragebögen bereits aufgespielt sind. Wir benötigen für die Befragung weder eine Internetverbindung noch eine Stromversorgung.
Bitte beachten Sie, dass wir nur über eine begrenzte Zahl an Tablet-PCs verfügen und wir somit innerhalb einer Schulstunde lediglich eine Schulklasse befragen können. Unsere Interviewerinnen und Interviewer kommen aber gerne auch mehrmals an Ihre Schule, um alle Klassen zu befragen. Denkbar ist es zudem, dass die Befragung aller 9. Schulklassen an einem Schultag erfolgt, die Klassen dann aber in unterschiedlichen Schulstunden befragt werden (z. B. die 9a in der 1. Schulstunde, die 9b in der 2. Schulstunde usw.).
Welchen Nutzen hat die Schule?
Jede teilnehmende Schule hilft dabei, neue Erkenntnisse zu Unfallursachen im Schulkontext zu gewinnen, welche die Grundlage für die Entwicklung wirksamer Präventionsstrategien darstellen. Somit trägt sie dazu bei, die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland zu verbessern.
Damit auch Sie und Ihre Schule ganz gezielt von der Studienteilnahme profitieren, haben wir Ihrer Schulleitung auf Wunsch einen individuellen Ergebnisbericht für Ihre Schule erstellt, den wir Jahr für Jahr fortlaufend aktualisieren werden. Dieser Ergebnisbericht signalisiert, wo Ihre Schule im Vergleich zu den anderen teilnehmenden Schulen hinsichtlich einzelner Merkmale (z. B. Verletzungshäufigkeiten und Gesundheitsverhalten) steht. Der Bericht kann von Ihnen zugleich als Grundlage für ein kontinuierliches Verletzungs- und Gesundheitsmonitoring genutzt werden. Der Ergebnisbericht für Ihre Schule wird nur für die Schulleitung angefertigt und nicht an Dritte, wie z. B. an das Schulamt, an das Ministerium oder an die Presse weitergeleitet!
Schließlich bieten wir Ihrer Schule an, ein Zertifikat auszustellen, das die Teilnahme an unserer Untersuchung bescheinigt.
Wie steht es um den Datenschutz?
Selbstverständlich werden alle Angaben vertraulich und anonym behandelt. Die erhobenen Daten dienen ausschließlich wissenschaftlichen Zwecken. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die an der Studie beteiligt sind, unterzeichnen eine Erklärung, in der sie sich verpflichten, dass die Daten zu jedem Zeitpunkt streng vertraulich behandelt werden. Als besondere Vorsichtsmaßnahme verzichten wir zudem gänzlich auf die Erhebung von Namen oder Heimatadressen der Kinder. Die Datenschutzbeauftragten aller Bundesländer haben unser Konzept zur Wahrung des Datenschutzes bestätigt.
Zudem werden wir die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten der Schülerinnen und Schüler in einem separaten Anschreiben über unser Forschungsvorhaben informieren und sie um die schriftliche Einwilligung in die Befragungsteilnahme des Kindes bitten. Dieser Schritt soll in den jeweiligen Klassen durchgeführt und von der/den benannten Kontaktperson(en) koordiniert werden. Auch die Schülerinnen und Schüler erhalten ein Anschreiben, in dem sie über die Studie und die Freiwilligkeit ihrer Teilnahme aufgeklärt werden.
Wie lernen Sie uns kennen?
Hier erfahren Sie mehr über die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Projekt.