IAB-Studie: Corona belastet Abiturjahrgang

Montag, 24. Mai 2021

Die psychische Gesundheit und Lebenszufriedenheit der Abiturient*innen des Abschlussjahrgangs 2021 verschlechterten sich unter den Corona-Bedingungen stark. Dies bilanzieren Forscher*innen des Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB). Durch die Befragung zweier Kohorten konnte ein markanter Anstieg in der psychischen Belastung der Schüler*innen zwischen Frühjahr und Herbst 2020 ebenso festgestellt werden wie ein Rückgang des Anteils an Schüler*innen mit hoher Lebenszufriedenheit. Jugendliche aus Familien mit Migrationshintergrund und mit Eltern ohne Hochschulabschluss sind von dieser Entwicklung demnach besonders stark betroffen. Weitere Analysen zu Sorgen der Schüler*innen um ihre schulische Leistung und ihre Berufsperspektiven sind in der Veröffentlichung des IAB hier zu finden.

Zufriedenheit von Eltern nach der Trennung

Montag, 10. Mai 2021

„Shared parenting“-Modelle erhöhen die Zufriedenheit von getrennten Eltern wenig bis gar nicht. Dies berichten Katja Köppen, Michaela Kreyenfeld und Heike Trappe von der Universität Rostock und der Hertie School of Governance in einem Buchkapitel zu „Parental Life Courses after Seperation and Divorce in Europe“.

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Aufzeichnung des Vortrages zu Mixed-Mode-Befragungen

Montag, 26. April 2021

Zum Vortrag Selbstadministrierte Mixed-Mode-Befragungen: Die Zukunft der Datenerhebung? von Dr. Sven Stadtmüller und Dr. Henning Silber im Rahmen der „Meet the Experts“-Veranstaltungsreihe des GESIS – Leibniz-Instituts für Sozialwissenschaften ist mittlerweile eine Aufzeichnung verfügbar. Diese können Sie hier auf YouTube abrufen.

Mehr Jungen, mehr Verletzungen?

Montag, 12. April 2021

In einem Kooperationsprojekt mit Andreas Filser und Richard Preetz untersuchten Sven Stadtmüller und Robert Lipp den Einfluss des Geschlechterverhältnisses in Schulklassen auf das individuelle Risiko von Verletzungen auf dem Schulhof oder im Schulgebäude. Anhand der GUS-Daten konnte das Autorenteam zeigen, dass Schüler*innen aus Schulklassen mit einem hohen Jungenanteil ein höheres Risiko aufweisen, sich in diesen Orten mit Schulbezug zu verletzen. Dies trifft für Jungen wie für Mädchen gleichermaßen zu. Zugleich fällt der Effekt bei jenen Verletzungen stärker aus, die laut Auskunft des betroffenen Schulkindes aus einem Fremdverschulden resultierten.

Der Beitrag wurde bei der Zeitschrift Frontiers in Public Health, section Children and Health, eingereicht. Ein Preprint ist bereits hier bei SocArXiv kostenfrei abrufbar.

Wendegeneration stand vor erheblichen Herausforderungen

Montag, 29. März 2021

Die „Wendegeneration“, also die von 1960 bis 1985 in Ostdeutschland geborenen Menschen, stand in ihren Biografien vor besonderen Herausforderungen, die in der Diskussion um die deutsche Einheit bislang kaum öffentliche Beachtung fand. Dies geht aus einem Policy Brief des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) hervor. Die Forscher*innen berichten darin aus dem Langzeitprojekt Deutsche Einheit und sprechen politische Handlungsempfehlungen aus. Bei der Betrachtung der verschiedenen Generationen konnten die Forscher*innen feststellen, dass die vor 1930 geborene Generation von der Wende am stärksten profitierte, während die Wendegeneration vor den größten Herausforderungen stand.

Der Policy Brief ist hier einzusehen.

Zum 25-jährigen Jubliläum der deutschen Einheit veröffentlichte das FZDW seinerzeit einen Kurzbericht, der die unterschiedlichen politischen Einstellungen in West- und Ostdeutschland thematisierte. Dieser Bericht ist hier zu finden.